EU-REGIONALMARKTFÜHRER

Kartoffelmaschinen Deutschland und Niederlande — EU-Marktführer

Zwei Länder, die zusammen mehr als 151.500 Tonnen der europäischen Kartoffelproduktion erzeugen. Zwei unterschiedliche Bodentypen, ein einheitlicher Reihenabstand von 75 cm und ein regulatorisches Umfeld, das jeder Lieferant außerhalb der EU bewältigen muss, bevor die erste Maschine auf einem Bauernhof eintrifft.

Deutschland
~11 Millionen Tonnen/Jahr
🇳🇱 Niederlande
~7 Millionen Tonnen/Jahr

EU-Marktanfrage

Deutschland und die Niederlande bilden zusammen die intensivste Kartoffelanbauzone Kontinentaleuropas und möglicherweise sogar weltweit. Die Niederlande, ein Land kleiner als West Virginia, produzieren jährlich rund sieben Millionen Tonnen Kartoffeln – mehr pro Hektar als fast jedes andere Land im globalen Durchschnitt – und sind gleichzeitig durch Unternehmen wie Agrico und HZPC führend in der weltweiten Saatkartoffelzüchtung und im Export. Deutschland, mit der vierfachen Fläche und einer diversifizierteren Landwirtschaft, produziert weitere elf Millionen Tonnen auf unterschiedlichen Böden, von den sandigen Ebenen Niedersachsens bis zu den schwereren Schwemmböden Bayerns. Für einen Anbieter von Kartoffelmaschinen, der einen dieser Märkte bedienen möchte, bietet die Kombination aus anspruchsvollen Abnehmern, etablierten, maschinenintensiven landwirtschaftlichen Strukturen, strengen EU-Vorschriften und spezifischen agronomischen Bedingungen eine anspruchsvolle, aber wirtschaftlich bedeutende Chance.

Dieser Leitfaden behandelt Bodentypen, Betriebsgrößen, Betriebsstandards, gesetzliche Bestimmungen und die Auswahlkriterien für Kartoffelmaschinen auf dem deutschen und niederländischen Markt. EU-Maschinenkäufer zählen zu den technisch versiertesten weltweit – ein tiefes Marktverständnis ist daher unerlässlich.

Deutschland und die Niederlande – Produktionskontext und regionale Geographie

Kartoffelroder im Einsatz auf einem kommerziellen Kartoffelfeld in der EU – In Deutschland und den Niederlanden ist der kommerzielle Kartoffelanbau hochgradig mechanisiert. Mehrreihige, gezogene Kartoffelroder und -ernter sind auf Betrieben über 20 Hektar Standard. Der EU-Standardreihenabstand von 75 cm wird in den Anbauregionen Niedersachsen, Drenthe und Groningen eingehalten. Dort wird die Wahl der Kartoffelmaschinen durch die sandig-lehmigen Bodenverhältnisse und die hohen Ertragserwartungen pro Hektar bestimmt.

Deutschlands Kartoffelproduktion konzentriert sich auf drei Hauptregionen. Niedersachsen ist das dominierende Anbaugebiet – die sandigen Lehmböden der Lüneburger Heide und des Hannoverschen Beckens bieten die leichten, gut drainierten Bedingungen, auf denen der gute Ruf der deutschen Kartoffelproduktion beruht. Nordrhein-Westfalen trägt mit den etwas schwereren Lehmböden des Münsterlandes bedeutende Mengen bei, und Bayern erntet Kartoffeln auf den fruchtbaren Schwemmebenen entlang der Donau. Die deutschen Kartoffelbetriebe reichen von 20 Hektar großen Familienbetrieben, die regionale Lebensmittelverarbeiter beliefern, bis hin zu über 300 Hektar großen Spezialbetrieben, die zu den technologisch fortschrittlichsten Kartoffelunternehmen Europas zählen.

Die Kartoffelanbaugebiete der Niederlande sind kompakter, aber hinsichtlich der Böden ebenso vielfältig. In den nordöstlichen Provinzen Drenthe und Groningen werden Kartoffeln auf leichten Dekzandböden (Äolsand) angebaut, die den kanadischen Prärieböden in Europa am nächsten kommen – sie sind gut durchlässig, weisen eine geringe Steindichte auf und eignen sich hervorragend für die präzise Reihenbearbeitung. In Zeeland und Nordbrabant wachsen Kartoffeln auf schwereren, fruchtbaren Meereslehmböden, die jedoch anspruchsvollere Erntebedingungen bieten. Das Kronjuwel des niederländischen Kartoffelanbaus, Flevoland – eine Polderprovinz, die zwischen 1950 und 1968 dem IJsselmeer abgerungen wurde – verfügt über einige der tiefgründigsten und fruchtbarsten Lehmböden Europas, die in günstigen Jahren Erträge von über 60 Tonnen pro Hektar ermöglichen.

Wichtige Produktionsregionen – Bodentypen und Auswirkungen auf den Maschineneinsatz
Region Land Dominanter Boden Bagger-/Trennvorrichtungspräferenz
Niedersachsen Deutschland Sandlehmboden Riddle-Rahmen – hervorragende Freifalltrennung auf leichtem Boden
Münsterland / NRW Deutschland Lehmboden Sternrad – bessere Trennwirkung bei bindigem Boden
Bayern (Bayern) Deutschland Alluvialer Lehm (Auenboden) Sternrad oder Siebrahmen, je nach Feuchtigkeit vor Ort
Drenthe / Groningen 🇳🇱 Niederlande Dekzand (äolischer Sand) Siebrahmen – sehr leichter Boden trennt sich bei niedriger Kettengeschwindigkeit frei
Flevoland 🇳🇱 Niederlande Tiefer Polderlehm (Polderveen) Sternrad – Tonklumpen erfordern aktive Trennung; Drehzahl nach Regen reduzieren
Zeeland / Nordbrabant 🇳🇱 Niederlande Meereslehm (Zeeklei) Sternrad; genaue Einhaltung der Bodenfeuchtigkeitsvorgaben vor dem Umgraben

Betriebsstruktur, Feldgröße und der Reihenabstand von 75 cm

Angehängter Kartoffelroder für den kommerziellen Einsatz auf dem EU-Markt – in Deutschland und den Niederlanden ist der kommerzielle Kartoffelanbau mit 30 bis 200 Hektar pro Betrieb Standard, wobei angehängte Mehrreihen-Kartoffelroder die dominierende Erntetechnologie darstellen und der Reihenabstand von 75 Zentimetern in ganz Niedersachsen, Drenthe und Flevoland als Standard gilt, der vorschreibt, dass alle Scharabstände und Furchenkonfigurationen des Roders exakt auf 75 Zentimeter eingestellt sein müssen.

Deutsche und niederländische Kartoffelbetriebe sind im europäischen Vergleich groß. Ein durchschnittlicher Kartoffelspezialbetrieb in Niedersachsen bewirtschaftet zwischen 40 und 150 Hektar Kartoffeln im Fruchtwechsel, typischerweise eingebettet in eine größere Ackerbaufolge mit Getreide, Zuckerrüben und Gründüngung. In den Niederlanden umfassen spezialisierte Kartoffelbetriebe in Flevoland und Drenthe oft 80 bis 250 Hektar Kartoffelfläche mit eigenem Kartoffelroder, Kühlhaus und Direktlieferverträgen mit Verarbeitungsbetrieben oder Saatgutzertifizierungsprogrammen. Diese Betriebe ziehen keinen einreihigen Anbauroder in Betracht – sie setzen fast ausnahmslos mehrreihige Anhängeroder oder gezogene Erntemaschinen mit Bunker- oder Direktbeschickung ein.

Der Reihenabstand von 75 cm ist in beiden Ländern und in nahezu ganz Kontinentaleuropa der universelle Standard. Anders als in Großbritannien (wo je nach Sorte und Fruchtfolge sowohl 75 cm als auch 85 cm verwendet werden) oder Nordamerika (wo der Reihenabstand regional zwischen 81 und 91 cm variiert), haben sich deutsche und niederländische Landwirte auf 75 cm als Basiswert für die Konfiguration aller Maschinen geeinigt. Das bedeutet, dass bei allen für diese Märkte gelieferten Grubbern, Furchenziehern und Sämaschinen der Schar-, Scheiben- oder Reihenabstand vor der Auslieferung auf 75 cm bestätigt werden muss. Maschinen, die mit einem Scharabstand von 80 cm oder 85 cm und ohne die entsprechenden Einstellmöglichkeiten für 75 cm geliefert werden, werden in diesen Märkten nicht akzeptiert.

Die Niederlande sind auch für ihren Einsatz von Präzisionslandwirtschaft im Kartoffelanbau bekannt. GPS-gesteuerte Traktoren, variable Düngerausbringung und Drohnen zur Pflanzenüberwachung gehören in spezialisierten niederländischen Kartoffelbetrieben zum Standard. Die Kompatibilität der Maschinen mit Präzisionslenksystemen – insbesondere die Frage, ob das Anbaugerät über geeignete Befestigungspunkte für Lichtbalken oder automatische Lenksysteme verfügt – ist eine wichtige Frage niederländischer Käufer. Dies ist zwar keine gesetzliche Vorschrift, wird aber im kommerziellen Maßstab erwartet.

CE-Kennzeichnung und EU-Maschinenrichtlinie – Einfuhrbestimmungen für Lieferanten von außerhalb der EU

Eine in der EU im kommerziellen Einsatz befindliche Rotationsgrubbermaschine demonstriert die Art von Landmaschinen, die den CE-Kennzeichnungsvorschriften der EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG unterliegen. Alle in der Europäischen Union, einschließlich Deutschland und den Niederlanden, verkauften Landmaschinen, darunter Kartoffelroder, Furchenzieher, Sämaschinen, Rotationsgrubber und Düngerstreuer, müssen eine CE-Kennzeichnung tragen und von einer EU-Konformitätserklärung sowie einer technischen Dokumentation begleitet sein, die den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der Richtlinie entspricht.

Die EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG bildet den Rechtsrahmen für die Sicherheit und den Marktzugang aller Maschinen, die in den EU-Mitgliedstaaten, einschließlich Deutschland und den Niederlanden, verkauft werden. Für koreanische Hersteller oder Käufer, die Kartoffelmaschinen aus Nicht-EU-Ländern in die EU importieren, schafft diese Richtlinie spezifische Verpflichtungen, die erfüllt werden müssen, bevor eine Maschine legal auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden darf. Verstöße sind keine geringfügige Verwaltungsangelegenheit – die EU-Marktüberwachungsbehörden können die Entfernung nicht konformer Maschinen vom Markt anordnen, Geldstrafen verhängen und die Einfuhr oder den Verkauf weiterer Maschinen desselben Herstellers untersagen.

Anforderung 1 – CE-Konformitätsbewertung

Der Hersteller (oder sein EU-Bevollmächtigter) muss eine Konformitätsbewertung durchführen, die nachweist, dass die Maschine die in Anhang I der Richtlinie festgelegten grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen (EHSR) erfüllt. Für landwirtschaftliche Maschinen der Kategorie „Anhang IV“ – darunter einige Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen – muss die Bewertung durch eine Benannte Stelle (eine von der EU akkreditierte unabhängige Prüforganisation) erfolgen. Für die meisten Standard-Landwirtschaftsgeräte (Furchenzieher, Sämaschinen, Grubber, die nicht unter Anhang IV fallen) ist eine interne Konformitätsbewertung durch den Hersteller zulässig.

Anforderung 2 – Datei für die technische Dokumentation

Es muss eine technische Dokumentation erstellt werden, die Folgendes umfasst: Risikobewertung, technische Zeichnungen, Liste der angewandten Normen, Prüfergebnisse und eine Bedienungsanleitung in der Sprache des EU-Landes, in dem die Maschine verkauft wird. Für den deutschen Markt muss die vollständige Bedienungsanleitung in Deutsch vorliegen. Für die Niederlande ist eine niederländische Bedienungsanleitung erforderlich (obwohl Englisch im niederländischen Agrarfachhandel weit verbreitet ist). Die technische Dokumentation muss keiner Behörde vorgelegt werden, muss aber auf Anfrage 10 Jahre nach Herstellungsdatum der Maschine zur Einsichtnahme bereitgehalten werden.

Anforderung 3 — EU-Konformitätserklärung

Der Hersteller oder sein Bevollmächtigter muss für jede Maschine bzw. jeden Maschinentyp eine EU-Konformitätserklärung (DoC) unterzeichnen und ausstellen, in der die Konformität mit allen anwendbaren EU-Richtlinien und -Verordnungen bestätigt wird. Dieses Dokument wird der Maschine an den Käufer übergeben und ist Bestandteil der rechtlichen Konformitätsdokumentation. Es muss folgende Angaben enthalten: Maschinenname und Seriennummer, Name und Anschrift des Herstellers, die anwendbaren EU-Richtlinien, die angewandten Normen, die Angaben zum Unterzeichner sowie Ausstellungsort und -datum.

Anforderung 4 – CE-Kennzeichnung der Maschine

Die CE-Kennzeichnung (die stilisierten Buchstaben „CE“ in den in der Richtlinie festgelegten Mindestabmessungen) muss gut sichtbar, lesbar und dauerhaft an der Maschine angebracht sein – üblicherweise auf dem Hauptschild neben der Seriennummer, dem Herstellungsdatum und dem Namen des Herstellers. Die CE-Kennzeichnung darf erst nach Abschluss der Konformitätsbewertung und Ausstellung der Konformitätsbescheinigung angebracht werden. Eine in Deutschland oder den Niederlanden verkaufte Maschine ohne CE-Kennzeichnung ist unabhängig von ihrer tatsächlichen Qualität oder Sicherheit auf dem Markt illegal.

Für Käufer in Deutschland oder den Niederlanden, die in Korea hergestellte Kartoffelmaschinen importieren möchten, empfiehlt sich folgendes Vorgehen: (1) Sie sollten sich beim koreanischen Hersteller vergewissern, dass dieser die CE-Konformitätsbewertung für seine Maschinenreihe bereits abgeschlossen hat oder einen EU-Bevollmächtigten damit beauftragt hat; (2) sie sollten vor dem Versand der Maschine die Technische Dokumentation und die EU-Konformitätserklärung einholen; (3) sie sollten prüfen, ob die Bedienungsanleitung in deutscher oder niederländischer Sprache bei der Lieferung der Maschine beiliegt. Maschinen mit CE-Kennzeichnung, denen jedoch eine deutschsprachige Betriebsanleitung fehlt, dürfen nicht an deutsche Bediener ausgeliefert werden – die Sprachvoraussetzung dient der Marktüberwachung und ist keine bloße Kulanzregelung.

Geräteauswahl für deutsche und niederländische Kartoffelbedingungen

Leitfaden zur Geräteauswahl – Kartoffelbetriebe in Deutschland und den Niederlanden
Betrieb Empfohlen für Niedersachsen / Drenthe (sandiger Lehmboden) Empfohlen für Flevoland / Münsterland (Lehm)
Saatbettvorbereitung Rotationsgrubber in 18–22 cm Tiefe; einmaliges Überfahren gut strukturierter Sandböden Rotationsgrubber in 22–28 cm Tiefe einsetzen; bei Lehmböden kann eine Vorbearbeitung des Bodens oder eine Unterbodenlockerung erforderlich sein
Dammbildung und Bepflanzung Scheibenfurchenzieher bei 75 cm; kombinierter Furchenzieher-Düngerstreuer-Sämaschine Standard im kommerziellen Maßstab Bei Lehmböden wird ein Pflugfurchenzieher bevorzugt, um einen höheren, besser entwässerten Damm zu schaffen; 75 cm Abstand zwischen den Furchen.
Ernte — Baggertyp Angehängte Mehrreihen-Schneemühle mit Siebrahmenabscheider; Schwadabgabe zum Bunkerlader Angehängte mehrreihige Sämaschine mit Sternradabscheider; Ernte nur bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit
Erntemaßstab (typisch) Ein 4-reihiger Anhängebagger mit Bunkerlader ist die Standardausstattung; größere Betriebe verwenden 6-reihige oder vollangehängte Harvester. Ein vierreihiger Anhängemähdrescher mit Bunker wird bevorzugt – Lehmböden erschweren die Schwadaufnahme.
Traktor-PS-Anforderung (Ernte) 100–140 PS für 4-reihige Anhängemäher; 150–180 PS für 6-reihige Anhängemäher 120–150 PS für 4-reihige Sämlinge (Tonwiderstand erhöht den Leistungsbedarf um 20–301 TP5T)
Zeilenabstand – alle Operationen 75 cm Universalstandard. Bitte prüfen Sie vor der Auslieferung, ob alle Abstände zwischen Anbauteilen, Scheiben und Reiheneinheiten exakt 75 cm betragen. Abweichende Abstände werden von gewerblichen Käufern zurückgewiesen.

Die deutschen und niederländischen Märkte haben zwei zusätzliche Erwartungen, die sie von den meisten anderen Exportmärkten unterscheiden. Erstens, KundendienstnetzwerkDeutsche Landwirte legen besonders großen Wert auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Serviceleistungen durch einen lokalen oder regionalen Händler. Eine Maschine, die ohne etablierte Servicepartnerschaft in Deutschland verkauft wird, stößt auf erhebliche Hindernisse für Folgekäufe und Kundenzufriedenheit – der erste Ausfall während einer Erntesaison ohne lokale Ersatzteilversorgung führt zu einem Problem in der Geschäftsbeziehung, das den Marktzugang dauerhaft unterbinden kann. Zweitens DokumentationsstandardsDie CE-Kennzeichnung ist die gesetzliche Mindestanforderung, aber professionelle deutsche Einkäufer von Landmaschinen erwarten beim Kauf einer professionellen Maschine standardmäßig eine vollständige technische Dokumentation, Kalibrierungsanleitungen und einen deutschsprachigen Teilekatalog.

Für Anfragen bezüglich Kompatibilität von Kartoffelmaschinen mit den Anforderungen des EU- und des deutsch-niederländischen MarktesKontaktieren Sie Korea Watanabe, um den CE-Konformitätsstatus und die verfügbaren Dokumente für jede Gerätekategorie zu besprechen.

Häufig gestellte Fragen

Gilt die EU-Maschinenrichtlinie auch für gebrauchte Maschinen, die nach Deutschland oder in die Niederlande eingeführt werden?

Ja, mit einigen Einschränkungen. Eine gebrauchte Maschine, die bereits CE-gekennzeichnet und vor ihrem Weiterverkauf auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht wurde, unterliegt in der Regel keiner erneuten Konformitätsbewertung – die ursprüngliche CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärung bleiben gültig, sofern die Maschine nicht wesentlich verändert wurde. Eine gebrauchte Maschine, die von außerhalb der EU importiert wurde und nie CE-gekennzeichnet war – beispielsweise eine in Korea hergestellte Maschine, die zuvor nur in Korea im Einsatz war – muss jedoch unabhängig von ihrem Alter einer vollständigen Konformitätsbewertung unterzogen werden, bevor sie rechtmäßig auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden darf. Wesentliche Veränderungen an Maschinen (Hinzufügen neuer Funktionen, Austausch sicherheitskritischer Komponenten, Umbau wichtiger Systeme) erfordern eine erneute Konformitätsbewertung, selbst bei Maschinen, die bereits CE-gekennzeichnet waren. Käufer, die den Import gebrauchter Maschinen aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland oder in die Niederlande erwägen, sollten sich vor dem Versand der Maschine ein Rechtsgutachten zur Konformität einholen.

In Deutschland beträgt der Reihenabstand 75 cm – einige deutsche Anbauer verwenden jedoch für bestimmte Sorten 90 cm. Was soll ich angeben?

Der 75-cm-Standard gilt für den Großteil der Kartoffelverarbeitung in Deutschland und den Niederlanden – also für Speisekartoffeln und Verarbeitungskartoffeln für Chips, Pommes frites und den Frischmarkt. Einige deutsche Erzeuger, die große Kochkartoffeln oder bestimmte Bio-Sorten anbauen, verwenden zwar Reihenabstände von 80–90 cm, diese stellen jedoch die Minderheit dar. Für die Erstvermarktung ist 75 cm der korrekte Standard – dies entspricht der breitesten Produktionsbasis und den Abnahmevorgaben deutscher Kartoffelgenossenschaften und Verarbeitungsbetriebe. Falls ein bestimmter Abnehmer einen anderen Reihenabstand wünscht, muss vor der Fertigung geprüft werden, ob der Verstellbereich des Geräts diese Anforderung abdeckt. Die meisten gut konstruierten, modernen Kartoffelfurchenzieher und -roder lassen sich innerhalb ihres Standardrahmens von 70 bis 90 cm verstellen; klären Sie diesen Verstellbereich vor jeder Lieferverpflichtung für den EU-Markt mit dem Hersteller.

Gibt es EU-Förderprogramme, die deutschen oder niederländischen Kartoffelbauern beim Kauf neuer Maschinen helfen?

Die EU-Agrarsubventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind in erster Linie einkommensabhängige Direktzahlungen und keine Zuschüsse für den Maschinenkauf. Allerdings bieten verschiedene EU- und nationale Programme Unterstützung für Investitionen in Landmaschinen. Das deutsche Agrarinvestitionsprogramm (AFP) gewährt Zuschüsse von in der Regel 15–201 TP5T für förderfähige Investitionen in Landmaschinen. Die Verwaltung erfolgt auf Länderebene mit unterschiedlichen Förderkriterien – Niedersachsen und Bayern betreiben jeweils ein AFP-Programm. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) der EU fördert Investitionen in Landmaschinen im Rahmen seiner Agrarumwelt- und Modernisierungsmaßnahmen. In den Niederlanden beinhalten das SDE++-Programm und verschiedene Programme des Landwirtschaftsministeriums (LNV) gelegentlich Komponenten für Investitionen in Landmaschinen, insbesondere zur Einführung der Präzisionslandwirtschaft. Die anwendbaren Programme ändern sich mit jeder GAP-Programmplanungsperiode – Käufer sollten sich daher bei ihrer nationalen Landwirtschaftskammer (niederländisch: Agentschap RVO) über die aktuellen Förderkriterien und Antragsverfahren informieren.

Die Niederlande sind ein bedeutender Exporteur von Saatkartoffeln – erfordert die Saatkartoffelproduktion andere Maschinenspezifikationen?

Ja – die niederländische Produktion von zertifiziertem Saatkartoffeln erfolgt gemäß der NAK-Zertifizierung (Naktuinbouw/Nederlandse Algemene Keuringsdienst voor Zaaizaad en Pootgoed van Landbouwgewassen). Diese Zertifizierung legt spezifische Anforderungen an Handhabung, Lagerung und Ernte fest, die die Maschinenauswahl und -bedienung beeinflussen. Für die Ernte sind folgende Spezifikationen entscheidend: Die minimale Fallhöhe von der Räucherkette bis zum Sammelpunkt muss so gering wie möglich sein (bei der Saatkartoffelzertifizierung werden mechanische Beschädigungen der Saatkartoffeln abgezogen); die Kettengeschwindigkeit muss sorgfältig kalibriert werden, um ein Abrieb der Schale beim Trennen zu vermeiden; und das Fördersystem muss frei von Rückständen vorheriger Sorten sein (Verunreinigungen führen zum Verlust der Zertifizierung). Für einen an einen niederländischen Saatkartoffelbetrieb gelieferten Räucher- oder Erntewagen müssen diese Betriebsspezifikationen neben den üblichen kommerziellen Anforderungen bestätigt werden. Eine Maschine, die die CE-Kennzeichnung und die Standardvorgabe von 75 cm erfüllt, bildet die Grundlage – die NAK-spezifischen Betriebsanforderungen beinhalten zusätzliche Kalibrierungs- und Reinigungsprotokolle, die auf Betriebsebene berücksichtigt werden müssen.

Welche deutschen Kartoffelfachmessen oder Branchenveranstaltungen sollten Maschinenlieferanten kennen?

Die beiden wichtigsten deutschen Fachmessen für Kartoffelmaschinen sind die Agritechnica (Hannover, alle zwei Jahre im November – die weltweit größte Landwirtschaftsmaschinenmesse) und die EuroTier (ebenfalls Hannover, alle zwei Jahre im Wechsel mit der Agritechnica). Für die branchenspezifische Vernetzung im Kartoffelsektor organisiert die BVVG (Bundesvereinigung der Erzeugerzusammenschlüsse) sowie die regionalen Landwirtschaftskammern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ihre jährlichen Treffen. Diese sind die wichtigsten Anlaufstellen für etablierte Einkäufer von Kartoffelbetrieben. In den Niederlanden ist die Potato Europe (alle zwei Jahre, wechselnder internationaler Veranstaltungsort) die Branchenmesse, die Feldvorführungen mit einer Fachausstellung kombiniert. Sie zieht Einkäufer und Lieferanten aus ganz Europa an und bietet die effizienteste Möglichkeit zur Vernetzung für Kartoffelmaschinen auf dem europäischen Festland.

Sie fragen nach Deutschland oder den Niederlanden?

Bitte geben Sie Ihre Produktionsregion, den Bodentyp, den erforderlichen Reihenabstand, die Betriebsgröße und Ihre Fragen zur CE-Konformität an. Korea Watanabe wird dies bestätigen. Spezifikationen für Kartoffelmaschinen im Hinblick auf die EU-Marktstandards und die Verfügbarkeit von CE-Kennzeichnungsdokumenten erörtern.

Korea Watanabe Rock Crusher Tractor Co., Ltd. – Ansan-si, Gyeonggi-do

Herausgeber: Cxm

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